Unsere Schule

Geschichte

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1919

Herr Anton Kraus kehrte mit seiner Familie nach dem ersten Weltkrieg nach Kolumbien zurück und lernte auf dem Schiff die Lehrerin Elisabeth Schrader kennen, die als Erzieherin für eine Deutsche Familie nach Kolumbien kam. Ihr gefiel der Vorschlag von Herrn Anton Kraus, einen deutschen „Kindergarten“ in Bogotá zu eröffnen, welcher später zur Gründung einer deutschen Schule führte.

1921

Eine Gruppe von deutschen Freunden gründete am 4. Oktober 1921 den Deutschen Schulverein, um eine Schule zu gründen, welche die erste internationale Schule in Bogotá werden sollte.

1922

Im Februar 1922 wurde die Schule eröffnet, die Deutsche Schule Bogotá – Colegio Alemán – genannt wurde.

Für die Gründer ging ein Wunsch in Erfüllung: Deutschen und kolumbianischen Kindern, den Zugang zur deutschen Kultur und deutschen Sprache zu ermöglichen.

Vierzig kolumbianisch und deutsch Kinder darunter die Kinder von Herrn Kraus und die Kinder von anderen Mitgründern der Schule, haben mit dem Unterricht auf Deutsch nach dem deutschen Schulplan begonnen. Die Schule nahm in einem gemieteten Haus in der Carrera 15 mit Calle 6 ihren Betrieb auf.

Die treibende Kraft dieser Initiative war Herr Anton Kraus, der die deutsche Pädagogin Elisabeth Schrader beauftragte, die Leitung der Schule zu übernehmen. Diese Lehrerin verbrachte zwei Jahre an der Schule, zog dann aber nach New York, zu einer dortigen deutschen Schule. Mit vierzig Kindern, Kolumbianern und Deutschen, unter ihnen Kinder von Herrn Kraus und Kinder anderer Mitarbeiter, die an der Gründung der Schule beteiligt waren, begann der Unterricht auf Deutsch als deutsches Programm in einem gemieteten Haus an der Calle 15 mit Carrera 9. Dann wurde Professor Fritz Gericke, ein Absolvent des deutschen Schuldienstes, als Leiter der Schule engagiert. Schon im ersten Schuljahr wurden sechs Lehrer eingestellt. Dieser vielversprechende Start wurde mit der Unterstützung der deutschen Kolonie in Bogotá und durch die Kooperation von engagierten Menschen, z.B. Don Ernesto Schmidt-Mumm und Don Carlos Winz, ermöglicht. Auch die deutsche Regierung gab von Anfang an ihre Unterstützung, sowohl mit finanziellen Beiträgen als auch mit Lizenzen für deutsche Lehrkräfte, damit diese von der Schule angestellt werden konnten.

1931

1925

Die Deutsche Schule erreichte schnell bemerkenswerte Fortschritte und ein hohes Ansehen. Im Jahre 1931 wurde die Schulverfassung als eine Non-Profit-Organisation unter dem Namen “Deutscher Schulverein (Deutsche Schule)“ verabschiedet. Die Statuten wurden mit öffentlicher Urkunde vom Notariat Vier unter der Nummer 2354 am 23. Dezember 1931 bestätigt. Die Regierung der Republik Kolumbien gewährte der Schule einen rechtlichen Status durch die Resolution 56 vom 4. Dezember 1931.

1935

Im Jahre 1935 wurde den Schülern die kolumbianische Hochschulreife (Bachillerato) anerkannt, so dass ihnen der Eintritt in staatliche Universitäten erlaubt wurde. Gleichzeitig erhielt die Schule die Erlaubnis von den deutschen Schulbehörden, die notwendigen Prüfungen zur sekundären Grundbildung “Mittlere Reife”, mit guten Ergebnissen, durchzuführen.

1938

Im Jahre 1938 gelang der Schule der Erwerb eines Grundstückes von 27.115 Quadratmetern im Barrio El Retiro, das für die spätere Errichtung eines Gebäudekomplexes mit pädagogischen Einrichtungen vorgesehen war. Allerdings wurde dieses Vorhaben durch politische Probleme, die mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges entstanden waren, zurückgestellt.

1942

Die Schule wurde im Auftrag von Präsident Eduardo Santos im Januar 1942 geschlossen, ebenso wie die deutschen Schulen in Barranquilla, Cali und Medellín. Der Besitz der Schule wurde durch den Stabilisierungsfond der Bank der Republik (Banco de la República) enteignet.

Herr Walter Held, der von Herrn Anton Kraus im Jahre 1941 ernannte Präsident, nahm eine enorme Verantwortung in seine Hände, um die Geschicke der Schule zu führen und ihr materielles Vermögen und ihre moralischen Werte in den schwierigen Jahren des Krieges zu schützen. Der Schulunterricht fand in verschiedenen Wohnungen der deutschen Gemeinde statt.

1947
Im Jahre 1947 gründete Dr. Fritz Müller, Direktor der Schule seit 1938, mit der Unterstützung von Herrn Reinhard Kling eine Privatschule unter dem neutralen Namen Colegio Andino.

1948

Nach langen Verhandlungen mit der kolumbianischen Regierung im Jahre 1948, wurde in einem Akt der Gerechtigkeit das Eigentum an die Deutsche Schule- Deutscher Schulverein zurückgegeben. Die Mitgliederversammlung des Schulvereins änderte den Namen in Korporation Cultural Alejandro von Humboldt, die die Führung der neuen Schule übernahm.

Der Vorstand der Korporation, unter dem Vorsitz von Herrn Paul Bickenbach, verkaufte die Vermögenswerte der ehemaligen Deutschen Schule auf der Straße 20 und entwickelte das Bauprojekt einer großen modernen Schule auf dem Gelände der Carrera 11 mit Straße 82.

1952

Am 8. Februar 1952, in Anwesenheit der höchsten kirchlichen und zivilen Behörden, segnete Monsignore Emilio Brigard die ersten Gebäude der Schule. So wurde der Wunsch der Gründer und Geschäftsführer des Schulvereins, mit dem Vertrauen der Eltern der kolumbianischen und deutschen Kinder zu einer modernen und gut ausgestatteten Schulungsorganisation, mit wertvollen Ratschlägen sowie finanzieller und pädagogischer Unterstützung der deutschen Regierung verwirklicht.

Weit davon entfernt, mit den Erfolgen und durch das erstaunliche Wachstum der Schule zufrieden zu sein, hat die Kulturelle Kooperation Alejandro von Humboldt in ihren Bemühungen, den Erwartungen der Eltern und der Schüler gerecht zu werden, nicht nachgelassen.

1975

Im Jahre 1975 kaufte die Schule ein Grundstück von zehn Hektar (12,5 ha heute) nördlich von Bogota, wo sich jetzt die Schule befindet. Sie wurde im Oktober 1981 anlässlich der Feier des sechzigsten Jahrestages der Schule eröffnet. Die Schule hat sich im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt, um das heutige volle Angebot zu erreichen und durch kontinuierliche Erweiterungen und Renovierungen immer modern zu bleiben. Die Schule verfügt über 97 Klassenräume in unabhängigen Bereichen für Kindergarten, Grund-und Sekundarschule, spezielle Räume für Musik und Kunst, moderne Labore für Chemie, Physik, Biologie und Informatik, drei Bibliotheken, Turnhalle und Sportplatz mit synthetischer Leichtathletikbahn, Hallenbad mit 25 Meter Bahn, das Anton Kraus Auditorium mit 850 Sitzplätzen, ein Gebäude für die Fachschaftsbüros der Lehrer, eine große Cafeteria und eine kleine “Cafeteria der Farben” für die kleinen Schüler mit zwei modernen Küchen und die Heilig-Kreuz-Kapelle für ökumenische Gottesdienste sowie Konzerte und andere Veranstaltungen. Es sind insgesamt 32.485 Quadratmeter Gebäudefläche von Grünanlagen umgeben. Das Colegio Andino bietet seinen fast 2000 Schülern und ca. 150 Lehrern die besten Möglichkeiten im intellektuellen, sportlichen und kulturellen Bereich, und es ist sein Auftrag, den Schülern eine umfassende Bildung und den Lehrern eine unterstützende und anregende Umgebung für ihren Unterricht zu bieten.

1990

Die Schule, die seit 1990 wieder den Namen des Colegio Andino – Deutsche Schule trägt, hat das Ziel, eine Begegnungsschule zu sein, an welcher Kinder beider Nationalitäten die Gelegenheit haben, sich kennenzulernen und die Beziehungen der Freundschaft, der gegenseitigen Wertschätzung und des Verständnisses zu stärken. Es war und wird immer der Geist der Schule sein, das Erlernen der deutschen Sprache und die Erleichterung des Zugangs zu kolumbianischen und deutschen kulturellen Werten nach den Grundsätzen von Toleranz und Respekt zu erleichtern. Die Mission der Kulturellen Kooperation Alejandro von Humboldt bleibt weiterhin das Ziel eine demokratisch, unpolitisch und Non-Profit-Organisation zu sein.


Yo Vivir en Colombia

Kolumbien ist ein Abenteuer aus kultureller und landschaftlicher Vielfalt, gefüllt mit Besonderheiten wie seinem vorzüglichlichem Kaffee, den wilden Tänzen oder den schmackhaften Speisen und nicht zuletzt seinen Menschen, die uns das Gefühl geben, in Kolumbien für immer bleiben zu wollen.

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